Teddy Brumm

Kinder lieben Kuscheltiere. Und meistens haben sie mindestens ein Lieblings-Kuscheltier, welches sie sehr lange begleitet. Meins heißt Moppi, ist ein Hund und 36 Jahre alt. Er ist etwas altersschwach, aber dafür noch recht gut in Form. Verrückt? – Ich weiß nicht. So sollte es doch laufen mit Kuscheltieren – „…bis dass der Tod uns scheidet…“ 🙂

Das heutige Buch „Teddy Brumm“ kenne ich fast genau schon so lang, wie ich meinen Moppi habe. Es war eines der tollen Kinderbücher, die es bei meiner Oma gab und das wir sehr gern zusammen gelesen haben. Leider ist das Original nicht mehr im Familienbesitz, weswegen ich dem Eulenspiegel Verlag zu großem Dank verpflichtet bin, mir ein neues Buch zur Verfügung gestellt zu haben.

Gleich, als ich es in Händen hielt, waren sie wieder da, die Erinnerungen an meine Kindheit und meine Großmutter. Meine Oma, das sind für mich: Kreuzworträtsel und Salzstangen, bunte Haarnetze unterm Kopfkissen, bei Fieber ein Stück Butter aus dem Kühlschrank auf der Stirn und ganz, ganz viel Liebe. Und eben dieses tolle Kinderbuch.

In „Teddy Brumm“ von Nils Werner und Heinz Behling geht es um das Plüschtier von Klaus, welches auch schon etwas in die Jahre gekommen ist. Nachdem Klaus ein Loch in Teddys Fell entdeckt hat, wird der kleine Bär kurzerhand aussortiert. Das findet Brumm gar nicht nett und beschließt, auszureisen.

Er schleicht sich heimlich aus dem Haus und streift durch die Natur, wo er auf drei echte Bärenkinder trifft, mit denen er so manches Abenteuer erlebt. Ich sage nur so viel: Honig und Bienen spielen eine entscheidende Rolle dabei.

Auch Heimweh wird thematisiert und so macht sich der Bär am Ende auf zu Klaus. Doch wird sich dieser freuen ob der Heimkehr seines Plüschtiers? Hat er ihn überhaupt vermisst?

Findet es mit euren Kindern selbst heraus und genießt die schönen Paarreime von Nils Werner. Ich bin immer wieder absolut begeistert, wie wunderschön man in Reimen ganze Geschichten erzählen kann. Und das ohne, dass es an irgendeinem Punkt langweilig wird, oder man das Gefühl hat, dass sich etwas wiederholt.

Wir tauchen ein in die Geschichte, folgen dem kleinen Bären „Trippeltrapp“ in die dunkle Nacht, hören die Eule im finsteren Wald. Wir sind auch außer Atem, als die Bären Teil einer wilden Verfolgungsjagd werden… All das spielt sich nicht nur in den ausdrucksstarken Bildern von Heinz Behling ab, sondern vor allem in den Versen, die mal an Tempo aufnehmen – mal genüsslich die Umgebung bestaunen lassen.

Dass es dieses Buch, welches 1957 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, noch immer gibt, spricht am Ende auch für sich. Ich kann es allen empfehlen, die sich schon immer gefragt haben, was man als Plüschtier im Wald so alles erleben kann. Und natürlich auch allen, denen diese Frage noch nicht in den Sinn kam.

1958 wurde dieses Kinderbuch von der DEFA als Puppenfilm herausgebracht. Hier findet ihr nähere Informationen dazu.

Nils Werner/ Heinz Behling (2013): „Teddy Brumm“. Berlin: Eulenspiegel Kinderbuchverlag.

(ISBN: 978-3-359-00756-2)

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