Kalle und die Qualle

Ein Mädchen namens Kalle,
Das ritt mal auf ner Qualle
In einem Pferdestalle.
Das war derzeiten so.
Die Qualle dann laut wiehrte
Nach draußen galoppierte,
Die Umgebung studierte
Und mit der Reit‘rin floh.
Kalle vor Entzücken,
Strich der Qualle über‘n Rücken
Sprang ab zum Blumenpflücken.
Einen Strauß für die Mutter.
Die Qualle stand und schaute,
Schwups hin den Strauß ihr klaute
Ihn mit dem Maule kaute.
Er war ein köstlich Futter.
Die Qualle sagte „Kalle,
Die Blumen sind nun alle.
Und nur für den Falle
Dank ich dir gar sehr.“
Da musste Kalle lachen:
„Die Qualle macht ja Sachen,
Die würd ich niemals machen.
Ja wirklich nimmer mehr.“
So ritten sie nach Hause
Machten gar keine Pause
Und mit einem Gesause
Kamen sie schließlich an.
Die Mutter in bunten Strümpfen,
Musste die Nase rümpfen
Und tat ganz furchtbar schimpfen
Weil sie so spät dran warn.
Da ging die kleine Qualle
Wieder zum Pferdestalle
Sagt: „Gute Nacht ihr alle!“
Tür zu und löscht das Licht.
Kalle stöhnt: „Nie und nimmer
Geh ich jetzt in mein Zimmer!“
Und nun begann Gewimmer.
Genützt hat es ihr nicht.

Gedicht und Illustration: Marie-Theres Grahnert

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