Nilpferdson und Erdmannson

Was kommt euch als erstes in den Sinn, wenn ihr an Ägypten denkt? Die Pyramiden, Sphinx, der Nil? Vielleicht sogar Mumien oder die wunderschöne Nofretete? Gewiss, damit liegt ihr richtig. Das ist, womit auch ich Ägypten verbinde. Natürlich auch mit Hieroglyphen, dieser tollen „Geheimschrift“, die damals zur Zeit der Pharaonen geschrieben wurde.
Doch es gibt etwas, das ist noch viel älter, als diese Dinge und das ist die Geschichte von einer verbotenen Liebe. Einer Liebe, die so mächtig war, dass sie eine ganz wundervolle Kreatur erschuf, die ihren eigenen Weg im Leben erst finden musste. Wusstet ihr, dass einst Pferde und Nilse am großen Fluss Nil lebten? Sie konnten sich „bis aufs Haar nicht leiden“. Und doch geschah das unvorstellbare. Eine Pferdedame und ein Nils verliebten sich und wurden Eltern des ersten Nilpferdes – Nilpferdson.


Stellt euch vor, wie das Leben sein mag für ein Wesen, was es nur ein einziges Mal auf der Welt gibt? Nirgendwo passt es dazu: für die Pferde ist das Nilpferd zu klein und zu dick und für die Nilse nicht stark genug.
Doch für die Eltern ist Nilpferdson perfekt, hat er doch so viele Eigenschaften, die ihn besonders machen im Vergleich zu den anderen Tieren. Nilpferdson kann super schnell schwimmen und auch viel länger als die anderen. Und was für ein mutiges und neugieriges Wesen er doch ist. Diese Neugier treibt ihn in dem Buch an, die Welt zu entdecken und seinen eigenen Platz zu finden.


Er schwimmt durch Nil und Ozean, ernährt sich von Algen und kommt in einen Dschungel. Hier trifft er auf ganz wunderbare Freunde, die so andersartig sind, wie er selbst und auf ihre eigene Weise liebenswürdig.
Habt ihr schon einmal eine uralte Schildkröte gesehen? Und wie sieht es mit winzig kleinen Kolibris aus, die geschwind von einer zur nächsten Blüte schwirren? Sie alle lernt Nilpferdson kennen und noch ein weiteres Tier, welches sein Leben bereichern wird – das Erdmännchen, Erdmannson. Zusammen mit ihm lernt er, dass es im Leben darauf ankommt, füreinander da zu sein und sich zu unterstützen, wenn man Hilfe braucht.


Diese bezaubernde Geschichte hat der Arzt Niklas Neuffer geschrieben, um seiner Schreibblockade während seiner Abschlussarbeit Herr zu werden. Auf seinen geliebten Mittagsschlaf verzichtend, erfand er die liebenswürdigen Kreaturen und um sie herum entwarf er eine Welt, so bunt und vielseitig, wie das Leben selbst. So wie er es liebt, im Leben wahren Leben, trotz seiner selbst bezeugten Tollpatschigkeit, handwerklich tätig zu sein, so wagte er sich hier an ein Kinderbuch und beweist uns, dass es einfach nur Liebe für etwas braucht und den Willen, eine Idee umzusetzen, um etwas wundervolles zu schaffen.


Was nehmen wir aus dieser Geschichte mit? Was zeigt sie uns? Nun, wir lernen, dass Liebe Wunderbares erschafft. Dass interkulturelle Liebe etwas Tolles ist. Es ist nicht einfach, aber es lohnt sich, entgegen althergebrachter Konventionen zu handeln. Es zeigt unseren Kindern und uns auch, dass es nicht immer leicht ist, den eigenen Weg zu finden. Aber es macht Mut, sich von der Masse abzuheben und sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Ein jedes Wesen ist liebenswert.


Diese Liebe für die Wesen und die Geschichte spüren wir auch ganz deutlich in den wunderschönen, farbenfrohen Zeichnungen von Verena Geiger, auf die ich hier auf jeden Fall noch eingehen möchte.
Die Leseprobe ist gespickt mit bunten, detailreichen Bildern, die eine Welt heraufbeschwören, in der man gern selbst einmal wandeln möchte und die man tatsächlich riechen und fühlen kann. Daneben gibt es die Skizzen unter den Texten, die uns teilhaben lassen am Entstehungsprozess des Buches. Eine sehr gut gewählte Kombination.

Meine kleine Leseratte ist absolut überzeugt und begeistert von den freundlichen Tieren in dieser Geschichte und ist gebannt von diesen eindrücklichen Bildern. Die Postkarten, die dazu verwendet wurden, haben bereits einen Platz im Kinderzimmer gefunden.


Da bisher noch kein Verlag überzeugt werden konnte, dieses tolle Kinderbuch zu veröffentlichen, erscheint es im November Selbstverlag. Dazu gibt es noch bis morgen (31. August 2021) die grandiose Möglichkeit, es bei Kickstarter zu unterstützen und sich so die ersten Exemplare zu sichern. Schaut dazu gern hier.
2 Euro jedes gedruckten Exemplars werden für die Flutkatastrophe gespendet.

Weitere Informationen zum Buch findet ihr hier auf der Website.

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